… aus A…lingen?“ Auf dem Weg zurück von der Apotheke springt ein ca. 70 Jähriger aus seinem Stuhl im Biergarten der Kneipe auf und kommt an den Gehweg. „Ja“ sage ich völlig überrascht. Wortlos nicke ich als er mir meinem Mädchenname und den Firmenname des Geschäfts meines Vaters nennt. Ich muss wohl ziemlich verschreckt aus der Wäsche geguckt haben, den entschuldigend meint er: „Oh, jetzt hab ich sie einfach so angesprochen und sie wissen gar nicht um was es geht und kennen tun sie mich bestimmt auch nicht.“ Fragend schaue ich ihn an. „Ich bin ein Schulkamerad ihrer Mutter! Und sie sehen ihr so ähnlich, dass ich sofort gewusst habe wer sie sind.“ Ein dicker Klos bildet sich in meinem Hals. Schön öfter hab ich dies so gehört. Ich komme ganz nach meiner Mama, meine Schwester ist „ganz der Papa“. „Aber sie sind doch noch so jung. Hatte sie nicht früh ihre Kinder?“ fragt er mich. Artig bedanke ich mich für das Kompliment und bestätige ihm, dass ich eine sehr junge Mutter hatte. „Ich werde bald 48. Mama starb kurz bevor ich ich 19 wurde.“ „Schon so lange ist das her?“ etwas bedröppelt steht er vor mir. Seine wachen Augen senken sich kurz. Dann zeigt er wieder sein freundlich-lustiges Gesicht, gibt mir die Hand und meint: „Ich wünsche ihnen von Herzen alles Gute für ihre Zukunft und behalten sie ihre Mutter immer gut in Erinnerung. Sie war so ein lieber Mensch.“
Oh ja, das werde ich und ich vermisse sie sehr.
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… Bayern München. Ein so ein wichtiges Spiel im Elfmeterschießen zu verlieren. Pech. A bissl leid tut es mir schon als bekennender Fußballfan. Aber mal ganz ehrlich: Hätten sie es nicht in der regulären Spielzeit für sich entscheiden können, ja sogar müssen.
Was uns da Frisuren technisch geboten wurde war Champions League-Final würdig. Spinnen und Irokesen, 70er Jahre Lockenpracht und der Herr Robben, zwecks Mangel an zu stylender Haarpracht, kahlgeschoren. Was musste der arme Kerl an die Eckfahne rauslaufen um die unzähligen Eckbälle zu schlagen. Ich fand er hat kein schlechtes Spiel gemacht, wird nun aber als Loser in die jüngste Bayern Vergangenheit eingehen. Zwei so wichtige Elfer verschossen (den gegen Dortmund und jetzt gegen Chelsea). Wäre da nicht ein Philipp Lahm oder Basti Schweinsteiger gefordert gewesen? Letzterer konnte nicht mal zugucken. Weltklassespieler? Da muss er erst wieder hinkommen. Klar konnte ich auch seine große Enttäuschung verstehen, aber als Führungsspieler der deutschen Nationalmannschaft dem Bundespräsidenten den Handschlag verweigern. Geht gar nicht. Wo ist der Anstand? Wie ist das mit der Vorbildfunktion? Ja und unser ehemaliger Schwaben-Torero Gomez, an dem lief das Spiel dann doch meist vorbei. Na hoffentlich findet er es wieder, wenn es demnächst mit der EM losgeht. Und der Thomas Müller. Der unbekümmerte Bayernschlacks, der tut mir leid. Matchwinner hätt er werden können, wird aber zur Belohnung für sein Tor ausgewechselt. Passt hat ihm des sichtlich nicht. Konnte ich auch nicht verstehen. War er verletzt? Mit so viel Adrenalin wie der in sich hatte, hätte es ihm bestimmt noch bis zum Schlusspfiff gelangt.
Als nicht Bezahlfernseh-Gucker muss man sich auch die ganze Werbung antun. Gesponsert von… Hallo, was soll das Auto auf dem Sportplatz? Versteh ich nicht. Da ist die Werbung der Banker mit dem Trikottausch nett. Oder die, wie der Vater jubelt weil der Sprössling endlich nach vergeblichen Versuchen sein Törle öffnet. Aber auch die ist nach gefühlten 95 Mal (vor und nach jeder Halbzeit der regulären Spielzeit, vor und nach jeder Pause, vor und nach jeder Halbzeit der Verlängerung, vor und nach…) einfach nur nervig.
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… geklopft. Im wahrsten Sinne des Wortes. Oder, kleine Sünden werden sofort bestraft…?! Dickes Regalbrett aus ca. 70 cm Höhe auf den Daumen bekommen tut seeeehr weh, lässt einen gottserbärmlich fluchen, wird-schon-nicht-so-schlimm-sein hoffen, fleißig weiterarbeiten um dann doch nach drei Stunden – Hilfe-der-ist-ganz-Schwarz – ins Krankenhaus fahren. Übliches Prozedere: Papierkram. Warten! Fr. Doktor meint: „Der wird wohl gebrochen sein.“ Warten! Röntgen. Warten! „Das vordere Daumenglied ist gebrochen“ und „Ich mach jetzt noch ein Loch in den Nagel zum Entlasten.“ Gesagt getan, eine kleine Quelle in meinem Daumen
und ab in den Gipsraum. Warten und Schlußbegutachtung. „Wird ne unruhige Nacht werden” meint sie und hatte damit so was von Recht. „Schmerzmittel, nee, das was Sie eh schon nehmen. Da sollte man nicht noch was dazutun.“ Puh, sorry, konnte mich daran nicht halten.
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… bin ich. Beim Schreiben und wohl auch sonst. Das Schreiben läuft derzeit einfach nicht. Doch was soll ich mich unter Druck setzen. Bringt ja nichts. Ein Brief diese Woche von der DKMS inspiriert mich heute zu schreiben.
Wie immer sucht die DKMS neue potenzielle Stammzellspender. Vor vielen Jahren – ich weiß gar nicht mehr so genau wann – beteiligte ich mich bei einer Typisierungsaktion im Nachbarort. Schon vorher war es für mich klar mich typisieren zu lassen, aber wie das nun mal so ist, nimmt man sich das vor, schiebt es aber dann so vor sich her. Nun gab es diesen konkreten Anlass und ich kam endlich in die Puschen. Leider verlor derjenige, für den diese Aktion damals stattfand, den Kampf gegen die Krankheit. Einige Jahre später kam ich in die engere Auswahl einem Menschen zu helfen. Ich war mächtig aufgeregt, habe mich aber sehr darüber gefreut eventuell jemanden helfen zu können. Ein detaillierter Fragebogen musste ausgefüllt werden und beim Hausarzt nahm man mir noch einige Kanülen Blut ab. Leider waren es dann doch einige Merkmale die nicht passten. Ja, und nun diese Woche wieder ein Brief. Mit flauem Gefühl hab ich ihn geöffnet. Kann ich jetzt helfen? Wollen die mich bei meinem derzeitigen Gesundheitszustand überhaupt? Zig Dinge gingen mir durch den Kopf. Ein bisschen enttäuscht las ich dann was da stand: Sie suchen blutsverwandte Angehörige von mir, weil meine Gewebemerkmalskombination seltene Merkmale enthält. Für erkrankte Patienten, die eben solche seltenen Merkmale haben, ist die Chance einen passenden Spender zu finden sehr gering. Also die Blutsverwandten informieren: Natürlich meine Kinder, die es ebenfalls schon immer wollten, aber bisher noch nicht typisiert sind. Und auch schnell eine Mail an meine Schwester geschrieben und sie darum gebeten auch ihren Kindern Bescheid zu geben. Mein Vater ist zu alt und meine Mama ja leider schon lange tot.
Wäre doch schön, dass wenn ich schon niemanden helfen kann, es eine/r aus der Verwandtschaft tun könnte.
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Nun wollte ich hier nicht mehr allzu viel über meine Krankengeschichte schreiben, doch da es eine Sache ist die mein Leben so sehr bestimmt, gibt es nun doch wieder ein paar Infos, die auch gerne als Tipp verstanden werden dürfen. Ergaben sich doch unglaubliche Zusammenhänge, im Vorfeld nahezu undenkbar, von denen ich nun (hoffentlich) profitieren werde. Ich berichtete an dieser Stelle schon einmal, dass ich mir über das Internetportal „Vorsicht-Operation“ ein Gutachten eines der bekanntesten Rückenspezialisten eingeholt habe. Daraufhin bin ich dann über Umwege beim Leitenden Arzt Sektion Wirbelsäule in der Sportklinik Stuttgart gelandet. Am Donnerstag hatte ich wieder einen Termin dort. Und was sagt er mir mit als erstes? Dass sich die beiden Professoren vor zwei Tagen über meinen Fall unterhalten haben und besprachen wie weiter vorzugehen sei.
Nun ist das zwar nicht allzu angenehm für mich, doch was will ich sagen: Ich fühle mich gut aufgehoben. Und eventuell darf ich nach dem geplanten Minimal-Invasiven Eingriff auch noch in Reha.
Hoffnungsschimmer in einer sonst krotenschlechten Woche. Musste sich meine Freundin der Macht des Geldes beugen und ihr Geschäft, in dem ihr bisheriges Leben stattfand, aufgeben. Lange, vielleicht viel zu lange, hatte sie alles probiert das Erbe ihrer Eltern zu retten. Gab sie mir oft Halt, so braucht sie nun alle Unterstützung die nur möglich ist. Ich bemühe mich, doch die Situation, so wie sie seither gekämpft hat und die sehr viel Kraft kostet ist mir leider auch sehr bekannt und saugt mich auch schon lange Zeit aus.
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